Unternehmensnachfolgeberatung für Familienunternehmen | Dr. Herbert Wettig

Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen


Dr. Wettig


Diplompsychologe
Dr. Herbert Wettig
Wirtschaftspsychologe
Wirtschaftsmediator
Unternehmensnachfolgeberater
Obere Burghalde 42
D-71229 Leonberg
Telefon: +49 7152-27061
Telefax: +49 7152-22602
E-Mail: h.wettig@herbert-wettig.de
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  • 1.1 Fragen an Familienunternehmer/innen
    Vorbereitung der Regelung einer Unternehmensnachfolge

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Wenn Sie sich darüber klar werden möchten,

ob Sie im Rahmen des Generationswechsels
in Ihrem Familienunternehmen
besser eine familieninterne Nachfolge,
das Fremdmanagement durch einen Geschäftsführer
oder den Verkauf Ihres Familienunternehmens
anstreben sollten,
dann stellen Sie sich zunächst einmal nachfolgende Fragen.


  • 1.1.1Fragen zur Marktsituation und zur Positionierung Ihres Familienunternehmens
    als Basis
    für Ihre Entscheidung zwischen Nachfolge, Fremdmanagement oder Verkauf

Fragen zur Marktsituation und zur Konkurrenz Ihres Familienunternehmens
  • Wie wird sich der Markt Ihres Unternehmens in den nächsten10 Jahren vermutlich entwickeln:
    Tendenziell eher wachsend – gleich bleibend – eher schrumpfend?
  • Wenn gleich bleibend oder schrumpfend: Was nehmen Sie an, warum?
  • Welche Zukunftsaussichten hat Ihr Unternehmen bei einer solchen Marktentwicklung?
  • Wie groß ist die Konkurrenz Ihres Familienunternehmens in Ihrer Branche?
    Eher sehr groß – groß – angemessen – wenig – eher sehr wenig Konkurrenz.
  • Wenn Sie Ihren bedeutendsten Konkurrenten = 100 und Ihren unbedeutendsten = 10 setzen,
    wo würden Sie in diesem Spektrum die Positionierung Ihres Familienunternehmens sehen?
  • War die Marktentwicklung Ihres Familienunternehmens in den letzten 10 Jahren
    trotz Krisen tendenziell eher steigend – annähernd gleichbleibend – eher sinkend?
Fragen zu letzten innovativen Entwicklungen Ihres Familienunternehmens
  • Ist Ihr Unternehmen in den letzten fünf Jahren wirklich innovativ gewesen?
  • Welche entwickelten Produkte oder Dienstleistungen sehen Sie als bedeutsam an?
  • Welche Innovationen waren weniger bedeutsam oder gar unnötig?
  • Welche Innovationen brachten wirtschaftlichen Erfolg?
  • Welche Innovationen brachten mehr Kosten als Erfolge?
  • Betrachten Sie selbst Ihr Familienunternehmen als zukunftstauglich?
Fragen zu letzten Investitionen in Ihr Familienunternehmen
  • Haben Sie in den letzten drei Jahren noch maßgebliche Investitionen getätigt?
  • Welche dieser Investitionen haben die Entwicklung Ihres Unternehmens vorangebracht?
  • Findet Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin ggfs. einen Investitionsstau vor,
    den er oder sie erst lösen muss, bevor das Unternehmen wieder zukunftstauglich wird?
Fragen zum Alter und zur Qualifikation Ihrer Mitarbeiter/innen
  • Wie alt sind im Durchschnitt Ihre Führungskräfte?
  • Welche davon sind entbehrlich? Welche sind unentbehrlich für Sie? Warum?
  • Wie alt sind im Durchschnitt Ihre Mitarbeiter/innen in der Entwicklungsabteilung?
  • Wie alt sind im Durchschnitt Ihre Mitarbeiter/innen in der Produktion?
  • Wie alt sind im Durchschnitt Ihre Mitarbeiter/innen im Vertrieb?
  • Welche Mitarbeiter/innen sind nahezu unentbehrlich für Ihren Betrieb?
Fragen zum Wert und zur Finanzierung Ihres Familienunternehmens
  • Haben Sie den Wert Ihres Unternehmens durch einen Gutachter schätzen lassen?
  • Sind Sie mit dem geschätzten Wert Ihres Familienunternehmens einverstanden?
  • Wenn nein, wie würden Sie selbst den Wert Ihres Unternehmens einschätzen?
  • Wie hoch ist der prozentuale Anteil des Fremdkapitals an Ihrem investierten Kapital?
  • Wie hoch sind die stillen Reserven, die bei einem Verkauf aufgedeckt werden müssen?
  • Wie hoch sind jährlich die Finanzierungskosten für das aufgenommene Fremdkapital?
Fragen zu Ihrer Altersversorgung
  • Haben Sie Rücklagen für Ihre Versorgung/Altersruhe gebildet? Welche? In welcher Höhe?
  • Ist Ihr Privatvermögen möglicherweise im Unternehmen gebunden? In welcher Höhe?
  • Lässt sich das im Familienunternehmen investierte Privatvermögen ggfs. herauslösen?
  • Kann Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin ggfs. die Finanzierungslücke schließen,
    z.B. indem die Nachfolge nicht durch Erbe oder Geschenk, sondern internen Verkauf
    durchgeführt wird?

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  • 1.1.2Fragen zu Ihren Vorstellungen, bis wann Sie ihre Nachfolge regeln möchten

  • Bis wann sollte Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin oder bei Fremdmanagement
    ein Geschäftsführer die Führung Ihres Familienunternehmens übernehmen?
  • Ist Ihnen bewusst, dass nach bisherigen Erfahrungen drei bis fünf Jahre vergehen können,
    ehe Sie entweder familienintern Ihre Nachfolge geregelt oder, wenn eine Nachfolge in der Familie
    nicht möglich ist, einen geeigneten Käufer für Ihr Unternehmen gefunden haben?
  • Ist Ihnen bewusst, dass es für Sie vorteilhafter ist, wenn Sie die Regelung Ihrer Nachfolge
    mehrgleisig planen hinsichtlich Nachfolge, Fremdmanagement oder Verkauf, damit Sie,
    wenn eine Nachfolge nicht machbar sein sollte, auch auf eine Unternehmensführung
    durch einen Geschäftsführer oder auf den Verkauf Ihres Unternehmens vorbereitet sind?

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  • 1.1.3Fragen zu Ihrer inneren Bereitschaft,
    Ihr Familienunternehmen nicht mehr selbst führen zu wollen

  • Wie alt sind Sie jetzt?
  • Wollen Sie die Nachfolge bald regeln oder noch einige Jahre abwarten?
  • Beabsichtigen Sie sich schrittweise zurückzuziehen, wenn Ihr Nachfolger eingearbeitet ist?
  • Sind Sie innerlich bereit, ganz loszulassen, wenn ein Nachfolger die Führung übernimmt?
  • Haben Sie Vorstellungen, was Sie gern tun würden, wenn Sie die Unternehmensführung
    einem Nachfolger/einer Nachfolgerin/einem angestellten oder beteiligten Geschäftsführer
    übergeben oder das Unternehmen gut verkauft haben?
  • Befürchten Sie, dass nach Unternehmensübergabe oder -verkauf Ihr Lebenswerk
    an Bedeutung verlieren würde?
  • Haben Sie Befürchtungen, was Ihnen nach der Firmenübergabe für Ihr Leben fehlen könnte?
  • Haben Sie eine Vorstellung, was nach Übergabe Ihres Unternehmens
    für Sie selbst ein neuer, altersgerechter Sinn im Leben sein könnte?

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  • 1.1.4Fragen zu Ihren eigenen Kindern
    oder anderen Angehörigen, die Ihre Nachfolger werden könnten

  • Haben Sie Kinder oder andere Angehörige, die im Rahmen des Generationswechsels
    die Führung Ihres Familienunternehmens übernehmen könnten?
  • Haben Sie eigene Kinder, die Ihre Nachfolger werden könnten?
  • Wenn nicht, haben Sie andere Angehörige, die Ihre Nachfolger werden könnten?
  • Sind Sie sich sicher, dass diese Kinder oder anderen Angehörigen wirklich Lust haben,
    Ihre Nachfolge anzutreten und die Führung Ihres Familienunternehmens zu übernehmen?
  • Welche Vorstellungen haben die aus Ihrer Sicht als Nachfolger in Frage kommenden
    Kinder oder anderen Angehörigen von deren Aufgabe als künftige Nachfolger?
  • Haben Sie mit ihren möglichen Nachfolgern über deren eigene Vorstellungen gesprochen?
  • Wie sind die Familienverhältnisse dieser möglichen Nachfolger oder Nachfolgerinnen?

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  • 1.1.5Fragen zur Eignung
    und unternehmerischen Kompetenz der möglichen Nachfolger/innen

  • Machen Sie sich gedanklich eine Liste, wer Ihr Unternehmen übernehmen könnte!
    Beurteilen Sie jede/jeden Einzelnen:
    - Wer ist vermutlich geeignet? Wer nicht?
    - In welchem Alter sind die möglichen Nachfolger/innen?
    - Welche Stärken und Schwächen haben sie in ihrer Ausbildung/ihrem Fachwissen?
    - Welche Stärken und Schwächen haben sie in der Praxis gesammelt?
    - Welche Stärken und Schwächen haben sie durch Mitarbeit in Ihrem Unternehmen gezeigt?
    - Welche Stärken und Schwächen haben sie in ihrer Persönlichkeit, in ihrem Charakter?
    - Durch welche Stärken in der Führungskompetenz sind sie vermutlich am besten geeignet?
    - Sind die möglichen Nachfolger/innen durch eigene Familien gebunden?
    - Gibt es in den Familien der möglichen Nachfolger/innen Kinder der nächsten Generation?
  • Arbeitet Ihr möglicher Nachfolger bzw. die Nachfolgerin bereits im Familienunternehmen?
  • Hat er oder sie bisher selbständig Unternehmensentscheidungen getroffen? Waren sie gut?
  • Wie lange ist Ihr möglicher Nachfolger bzw. die Nachfolgerin schon im Wartestand,
    d.h. seit wann warten mögliche Nachfolger, die Unternehmensführung zu übernehmen?
  • Haben Sie Vertrauen,
    dass Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin Ihr Unternehmen erfolgreich weiterführen wird?
  • Können Sie innerlich akzeptieren, dass Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin
    das Familienunternehmen ggfs. anders führen wird, als Sie es getan hätten?

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  • 1.1.6Fragen zur Reaktion Ihrer Familie
    auf Ihre Vorstellungen, wie Sie ihre Nachfolge regeln wollen

  • Haben Sie mit Ihrem Lebenspartner über Ihre Absicht der Nachfolgeregelung gesprochen?
  • Haben Sie mit Ihren Nachkommen über Ihre Absicht der Nachfolgeregelung gesprochen?
  • Haben Sie mit Ihrer Familie über Ihre Vorstellungen zur Nachfolgeregelung gesprochen?
  • Hat Ihre Lebenspartnerin/ Ihr Lebenspartner andere Vorstellungen als Sie?
  • Haben Sie Ihren Nachkommen Ihre Kriterien für die Wahl des Nachfolgers mitgeteilt?
  • Haben Sie mit Ihrer Familie Ihre eigene Entscheidung diskutiert und diese begründet?
  • Wie haben die Betroffenen reagiert?
  • Haben Ihre Nachkommen andere Vorstellungen als Sie?
  • Sind die von Ihnen vorgesehenen Nachfolger/innen wirklich interessiert – oder nicht?
  • Haben die von Ihnen vorgesehenen Nachfolger/innen andere Lebensplanungen?
  • Geben Sie in Ihren Vorstellungen mehreren Nachkommen eine Chance für die Nachfolge?
  • Welche Meinung hat sich in der Familie durchgesetzt?
  • Haben Sie die erbschaftssteuerlichen Folgen der Nachfolgeregelung geprüft und diskutiert?
  • Ist es für Sie ein Dilemma, zugleich Ihren Vorstellungen hinsichtlich des Generationswechsels
    und den Erwartungen der Familie oder bestimmter Familienmitglieder gerecht zu werden?
  • Haben Sie mit Ihrer Familie Alternativen diskutiert?
  • Haben Sie eine andere Lösung, wenn sich die beabsichtigte Nachfolge als unmöglich erweist?

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  • 1.1.7Fragen zu Familienkonflikten aufgrund der von Ihnen geplanten Nachfolgeregelung

  • Wenn Sie mehrere mögliche Nachfolger haben: Gibt es Streit, Neid, Ärger zwischen diesen?
  • Wenn ja: Was ist der zentrale Anlass für die Streitereien?
  • Gibt es zwischen den möglichen Nachfolgern einen Verteilungskampf wegen der Nachfolge?
  • Mit wem haben Sie selbst Konflikte im Zusammenhang mit der Regelung Ihrer Nachfolge?
  • Welche Ursache könnten die Konflikte haben?
  • Haben Sie schon überlegt, ob der Streit möglicherweise durch Sie verursacht worden ist?
  • Haben Sie einmal versucht, ob ein ausgebildeter Mediator den Streit schlichten kann? Wer?

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  • 1.1.8Fragen zu den Angehörigen, die nicht Nachfolger werden können

  • Welche Erwartung haben andere Angehörige, die nicht Nachfolger werden können/dürfen?
  • Werden von diesen evtl. finanzielle Forderungen gestellt als Ausgleich für
    den Verzicht auf die Nachfolge?

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  • 1.1.9Fragen zu Alternativen, wenn die geplante Nachfolgeregelung scheitern würde

  • Haben Sie parallel die Möglichkeit des Managements durch Geschäftsführer erwogen,
    so dass das Unternehmen im Familienvermögen bleibt?
  • Denken Sie dabei an einen angestellten oder möglicherweise beteiligten Geschäftsführer?
  • Haben Sie parallel die Möglichkeit des Verkaufs des Familienunternehmens geplant?
  • Kennen Sie neben dem materiellen auch den immateriellen Kaufwert Ihres Unternehmens?
  • Was könnte mögliche Käufer an Ihrem Unternehmen besonders interessieren?
  • Was könnten mögliche Käufer an Ihrem Unternehmen kritisieren?
  • Wie würden mögliche Kaufinteressenten die Zukunft Ihres Unternehmens beurteilen?
  • Wie würden Kaufinteressenten die Entwicklung des Marktes Ihres Unternehmens beurteilen?
  • Wie groß wäre der Finanzierungsbedarf für einen möglichen Käufer des Unternehmens?
  • Gibt es möglicherweise bereits jemand, der am Kauf Ihres Unternehmens interessiert ist?

1.2 Anregungen für Fragen an Nachfolger bzw. Nachfolgerinnen zu deren Vorstellungen   weiter


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Sie sollten auch die Fragen an Nachfolger und Nachfolgerinnen kennen
zu deren Vorbereitung auf eine beabsichtigte Unternehmernachfolge

Nutzen Sie ggfs. auch die Erfahrung und das Wissen eines Ihrem Alter entsprechenden Unternehmensnachfolgeberaters, der selbst Unternehmer war und seine Nachfolge erfolgreich geregelt hat. Dann verbessern Sie Ihre Chancen, nach der Übergabe der Führung Ihres Familienunternehmens Ihr Leben frei, ohne Kummer und Sorgen und ohne wesentliche Familienkonflikte leben zu können.

Wenn Sie es möchten, kann ich Ihnen helfen, Ihre Nachfolge zu regeln, entweder durch familieninternen Generationswechsel, durch Fremdmanagement eines Geschäftsführer, so dass Ihr Unternehmen im Familieneigentum bleibt, oder durch Verkauf an einen Käufer, der den Betrieb sowohl erfolgreich fortführen als auch den Kauf finanzieren kann.

Erzählen Sie mir Ihre Probleme, auch möglicherweise schon ausgebrochene Familienkonflikte. Ich werde versuchen, mit Ihnen gemeinsam Problemlösungen zu finden und dabei Familienkonflikte zu vermeiden bzw. bestehende Konflikte zu verringern.

Dr. Herbert Wettig

Haben Sie Fragen? Fragen Sie mich.

Dr. Herbert Wettig
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